Wenn Sie sich um Mutter oder Vater sorgen
Ein Sturz – oder auch nur die wachsende Unsicherheit beim Gehen – verändert oft mehr als den Alltag der Betroffenen. Viele, die hier lesen, recherchieren nicht für sich selbst, sondern für einen Menschen, der ihnen wichtig ist. Diese Seite ist für Sie.

Sie sind nicht allein
Stürze gehören zu den häufigsten Gesundheitsrisiken im Alter – und zu den am wenigsten besprochenen. Viele ältere Menschen verschweigen Stürze oder wachsende Unsicherheit, aus Sorge, ihre Selbstständigkeit zu verlieren.
Das Wichtigste vorweg: Kraft und Gleichgewicht lassen sich in jedem Alter trainieren. Gezieltes Übungstraining gehört zu den am besten belegten Wegen, das Sturzrisiko zu senken – genau dafür entsteht OsteoCoach.
Woran Sie erkennen, ob mehr dahintersteckt – die folgenden Zeichen sind ein guter Anhaltspunkt.

Ist meine Sorge berechtigt?
Nicht jede Vorsicht ist ein Warnsignal. Auf diese fünf Zeichen lohnt es sich aber zu achten:
- Ein Sturz im letzten Jahr – auch ein „harmloser“, der schnell abgetan wurde.
- Festhalten an Möbeln oder Wänden beim Gehen durch die Wohnung.
- Aufstehen vom Stuhl nur noch mit Abstützen auf den Armlehnen.
- Wege werden vermieden: der Keller, die Treppe, der Weg bei Dunkelheit.
- Sätze wie „Ich bin halt vorsichtiger geworden“ – bei Dingen, die früher selbstverständlich waren.
Schon ein einzelner Punkt ist ein guter Anlass für ein Gespräch – und für eine ärztliche Abklärung. Diese Liste ersetzt keine Diagnose.
Wie das Gespräch gelingt, ohne zu bevormunden – dafür gibt es drei bewährte Ansätze.
Wie spreche ich es an, ohne zu bevormunden?
Die schwierigste Hürde ist selten das Training – es ist das erste Gespräch. Drei Ansätze, die helfen:
Fragen statt mahnen
„Wie fühlst du dich auf der Treppe?“ öffnet das Gespräch – „Du musst vorsichtiger sein!“ beendet es. Wer gefragt wird, behält die Kontrolle über das Thema.
Stärke betonen, nicht Schwäche
Sprechen Sie über das, was bleiben soll: der Garten, die Enkel, der eigene Haushalt. Training ist kein Eingeständnis von Schwäche, sondern ein Stück Selbstbestimmung.
Gemeinsam zum Arzttermin
Bieten Sie an, das Thema beim nächsten Hausarztbesuch gemeinsam anzusprechen. Ein Satz genügt: „Wir haben von Übungsprogrammen zur Sturzprävention gelesen – was halten Sie davon?“
Das beste Gespräch beginnt nicht mit einer Warnung – sondern mit einer Frage.
Wie OsteoCoach helfen soll
OsteoCoach ist ein Übungsprogramm für zu Hause: tägliche Übungen in kurzen Videos, sanftes Tai Chi und verständliches Wissen. Geplant ist es als App auf Rezept – dann übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten.
90
Tage Programm für zu Hause
65+
dafür wird OsteoCoach entwickelt
DiGA
Aufnahme ins Verzeichnis ist geplant
Stand Oktober 2026: BSI-Zertifikat für App-Version 1.1.0 erhalten, DiGA-Antrag in Vorbereitung. Wie der Weg zur App auf Rezept aussieht, lesen Sie unter So funktioniert’s.
Und wenn Technik nicht ihr Ding ist?
OsteoCoach wird mit großer Schrift, klarer Gliederung, angeleiteten Übungen und einer Vorlesefunktion für Wissensinhalte entwickelt. Die Betriebssystem-Mindestversionen finden Sie hier. Der geprüfte Barrierefreiheitsstatus wird vor der öffentlichen Verfügbarkeit veröffentlicht.
Unser Ziel ist die Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis. Erst ein konkreter Eintrag legt fest, für wen OsteoCoach verordnungsfähig ist und welche Kassenregelung gilt.
Ein paar Fragen tauchen bei Angehörigen trotzdem immer wieder auf – die wichtigsten beantworten wir gleich hier.
Was Angehörige uns am häufigsten fragen
Was wird OsteoCoach meine Eltern kosten?
OsteoCoach ist derzeit nicht im DiGA-Verzeichnis gelistet und noch nicht verordnungsfähig. Bei einer gelisteten DiGA übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten, wenn eine passende Verordnung oder ein genehmigter Antrag vorliegt.
Braucht meine Mutter oder mein Vater dafür ein neues Smartphone?
Prüfen Sie zunächst die Betriebssystem-Mindestversionen. OsteoCoach unterstützt iPhones und iPads sowie Android-Smartphones und Android-Tablets.
Können meine Eltern die App schon ausprobieren?
Bei Fragen zum Zugang oder zur Freischaltung wenden Sie sich an unseren technischen Support. Die klinische Pilotstudie ist ausgewertet, der Antrag auf Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis wird vorbereitet.